07 Mai Cloud computing
Wie viel Energie braucht die Cloud?
Laut Fraunhofer Institut lag der Energiebedarf deutscher Rechenzentren 2017 bei zehn bis fünfzehn Terawattstunden. Ganze vier mittelgroße Kohlekraftwerke bräuchte es zur Deckung dieses Energiebedarfs. In anderen Ländern dürfte es ähnlich aussehen. So verbrauchen allein die Rechenzentren des Unternehmens Google laut der Zeitung New York Times so viel Strom wie eine 200.000-Einwohner-Stadt. Aber der hohe Stromverbrauch macht nicht nur Umweltschützern Sorgen, denn auch den Unternehmen machen die steigenden Kosten zu schaffen. Gegenmaßnahmen ergreift beispielsweise Google: Anfang 2019 verkündete das Unternehmen, in Zukunft alle Rechenzentren zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu betreiben. Der Bau zweier Solarkraftwerke ist bereits in vollem Gange.
Der Energiebedarf von Cloud computing steigt weiter
Trotz zahlreicher Maßnahmen dem Anstieg des Energieverbrauchs entgegenzuwirken, wird ein weiterer Anstieg des Energiebedarfs prognostiziert. Der neue Trend des Cloud Computings trägt unmittelbar dazu bei. Im Auftrag der Europäischen Kommission beschäftig sich daher nun eine österreichisch-deutsche Studie mit der Frage „Wie viel Energie braucht die Cloud?“. Dafür arbeiten das österreichische Umweltbundesamt und die deutsche Wissenschaftseinrichtung Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit zusammen. Die Studie ist das erste gemeinsame Projekt der beiden Einrichtungen auf europäischer Ebene. Ziel des Projektes EU-EcoCloud ist es, den Energiebedarf des Cloud Computings, das bereits jedes vierte Unternehmen in der EU nutzt, zu erheben, um anschließend Empfehlungen entwickeln zu können, die energieeffiziente und umweltfreundliche Cloud Dienstleistungen anbieten. Mithilfe der Studie soll eine europäische Datenbasis geschaffen werden, die die gesamte Datenlage in der EU berücksichtigt. Zur Verfügung steht dafür zum einen ein Modell von Borderstep, das in Deutschland bereits erfolgreich eingesetzt wird. Es analysiert Cloud Technologien und Dienste. Das österreichische Umweltbundesamt andererseits steht als Spezialist für die Rahmenbedingungen des Cloud Computings in der EU wie E-Government-konformer Umweltinformationssysteme, Datenbanken und Applikationen zur Verfügung. Als Projektzeitraum nennt das Borderstep Institut „12/2018 bis 03/2020“.
Da es auch unser erklärtes Ziel ist, energieeffizient und umweltfreundlich unsere Produkte anzubieten, sind wir von SEAMTEC sehr gespannt auf die Ergebnisse dieser Studie und verfolgen die Entwicklung weiterhin mit großem Interesse.

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